Tag 1: Lissabon Ahoy!

Die Reise beginnt direkt mit ordentlichem Wellengang: Basti kann aus persönlichen Gründen nicht dabei sein und ich steuer das Reporterboot nun notgedrungen alleine. Den sicheren Hafen habe ich in Lissabon bereits erreicht. Zu den Akkreditierungsunterlagen gab es passend zum Motto „All aboard“ einen Seesack mit allerlei Geschenken. Dazu ein Fach im Pressezentrum mit überraschendem Inhalt. Ob die Werbeoffensive den ein oder anderen Künstler vor dem Ausscheiden im so genannten „Todes-Semifinale“ rettet?

Die Entscheidung doch im Pressezentrum das erste Semi-Finale zu schauen, sollte sich auszahlen. Zusammen mit den Kollegen wie dem Sofareporter Sascha Gottschalk, der den Podcast „ESC-Greenroom“ veröffentlicht, konnte ich die Reaktionen auf die einzelnen Songs hautnah miterleben. Dazu muss man wissen, beim ESC verschwimmen die Grenzen zwischen Fans und Presse. Reporter und Blogger sitzen in Ländergruppen zusammen und einige haben ihre Landesflaggen dabei und bekunden lautstark ihre Unterstützung wenn ihr Teilnehmer auftritt.

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Meine Highlights des ersten Seminale:

Albanien: Eugent Bushpepa hatte zwar ein seltsames Bühnenauftritt mit einem langen Jackett mit Schnürung an den Armen, stimmlich hat er die Halle und das Pressezentrum aber wieder gerockt, zurecht im Finale.

Tschechien: Zum ersten Mal gefiel mir der Song und Auftritt von Mikolas Josef, vielleicht weil er sich von den anderen Beiträgen in Sacheb Spritzigkeit deutlich abhebt. Ebenfalls ein würdiger Finalist.

Litauen: Sehr einfühlsam gesungen wie eine zarte Elfe. Ich glaube ihr jedes Wort. Hat mich am meisten überrascht an diesem Abend.

Ging gar nicht:

Israel: Hat mich wieder nicht überzeugt. Netta rollte unentwegt mit den Augen. Könnte im Finale drauf verzichten.

Weißrussland: Aleksev hatte eine verstörende Rosenkavalier/Bachelor-Performance, die vom eigentlichen Song ablenkte. Zurecht ausgeschieden.

Mazedonien: Neben dem nervenden Stilwechsels innerhalb des Songs, schauten alle auf das Outfit der Sängerin. Hatte sie nun eine Hose an oder nicht oder war das eine Art Sportbody der Rhythmischen Sportgymnastik?

Schade drum:

Island: Ari Olafsson mit der tollen klassisch-trainierten Stimme musste letztendlich mit dem schmalzigen „Our choice“ scheitern, obwohl er für mich das Lied authentisch verkörperte.
Schweiz: Waren mit ihrer Rock-Nummer eine schöne Abwechslung zu anderen glatten Popsongs. Die Pyrotechnik fand ich nicht passend – trotzdem schade, dass sie nicht im Finale sind.

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